Prevent the removal of the Thälmann memorial in Ziegenhals

Reports have arrived today that the memorial for Ernst Thälmann in the small Brandenburg town of Ziegenhals is to be demolished, under instructions from the rightist council of Kreis Dahme-Spreewald. The memorial had been built as an anti-nazi memorial after WWII.(1)

As E.H. Carr showed in his important book The Twilight of Comintern, 1930-1935(2), the KPD leader Ernst Thälmann did not see the real danger of Nazism until it was way too late, and his leadership of the extremely divided KPD was largely ineffectual. On the other hand, it was not entirely his fault as the Comintern instructions he got were just as contradictory and meaningless, and far too focused on fighting the SPD, which in turn also deserves an important part of the blame for refusing cooperation. It is too much to pretend that Thälmann was much of an effective hero against Nazism however.

Notwithstanding that, there is absolutely no reason to remove a Thälmann memorial other than petty revanchism on the part of the right. It’s all the more galling since there are statues everywhere of feudal lords and absolute monarchs, and nobody considers removing those for political reasons (probably wisely). This sort of hypocrisy is typical of liberalism.

Here is the full statement in German of the call for preventing the memorial’s demolishing:

Noch im 70. Jahr des Beginns des Zweiten Weltkrieges mit dem deutschen Überfall auf Polen soll die bedeutende antifaschistische Gedenkstätte in Ziegenhals, die an die illegale Tagung des ZK der KPD und an den Widerstand gegen Hitler in Deutschland erinnert, abgerissen werden. Die Bagger stehen bereit. Der Abriss muß verhindert werden.

Diese Gedenkstätte ist kein bloßer regionaler Ort des Erinnerns in idyllischer Lage am Krossinsee nahe Berlin. Sie ist auch kein bloßes Ehrenmal für einen, wenn auch bedeutenden, Führer der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, für einen antifaschistischen Reichstagsabgeordneten, für dessen Freilassung aus Kerker und KZ sich bis zu seiner Ermordung Antifaschisten aus aller Welt einsetzten. Er hatte gemahnt, „Wer Hitler wählt, wählt Krieg“. Er hatte an diesem authentischen Ort unmittelbar nach der Machtergreifung des Faschismus auch in Anerkennung eigener Mängel zur antifaschistischen Einheitsfront aufgerufen, zur Entfaltung aller Formen des Massenwiderstandes und Massenkampfes gegen die faschistische Diktatur, zum Kampf gegen den wüsten faschistischen Terror und zum Sturz der Hitlerregierung. Er hat sich gegen die Militarisierung des Landes und der Jugend gewendet, um einen neuen imperialistischen Weltkrieg zu verhindern.

Den Erhalt der Gedenkstätte zu sichern ist die Bundesrepublik Deutschland, ist die deutsche Regierung der internationalen Öffentlichkeit schuldig, die nach dem 2. Weltkrieg mit Recht erwarten durfte, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgeht. Das Wort ist gebrochen worden. Siehe Jugoslawien oder Afghanistan.

Wie kann sich eine Regierung Deutschlands, das den 2. Weltkrieg begann und in dessen regionalen und kommunalen Parlamenten heute auch Vertreter der Neonazis sitzen, in dem sich rechtsradikale Umzüge und Straftaten mehren und in dem der Antikommunismus grassiert, so geschichtswidrig und verantwortungslos verhalten? Wir fordern, dass die Bundesrepublik ihrer Verantwortung gerecht wird, das Denkmal vor dem geplanten Geschichtsvandalismus zu bewahren.

Wir fordern, dass gewährleistet wird, dass der zu einem nur durch die Denkmalschutzauflagen erklärbaren Schleuderpreis in den Besitz der Immobilie gekommene Brandenburgische Ministerialrat der Verpflichtung gerecht wird, die er mit dem Kauf einging, „eine öffentliche Nutzung . . . weiterhin zu gewährleisten“. Er darf – wie das Berliner Kammergericht Berlin ihm vorhielt – nicht seine Eigeninteressen über den Erhalt der Gedenkstätte stellen.

Als Menschenrechts- und Friedenspreisträger der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. GBM fordern wir, auch dem Beitrag Thälmanns und der Kommunisten im antifaschistischen Kampf eine ehrende Erinnerung zu bewahren und ihren hervorgehobenen Wirkungsstätten den Status nationaler Gedenkstätten zu bewahren.

Wir fordern den Erhalt und die Wiedereröffnung der Gedenkstätte in Ziegenhals an historisch authentischem Ort.

(1) http://www.sozialistische-gedenkstaetten.de/br/Ziegenhals/ziegenhals.shtml
(2) E.H. Carr, The Twilight of Comintern, 1930-1935 (London 1982).

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